Von der Kennzahl zum konkreten Handlungsbedarf: Belastungsspitzen erkennen, bevor sie die Fertigung stoppen.
| Teil | Gruppe | Bedarf | Unterdeckung | Termin | Deckungstyp | Produktionsauftrag | Rückmeldung | Einkaufsbeleg | Position |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Artikel A-1042 | Baugruppe | 54,00 | −54,00 | 03.07 | Offen | ||||
| Artikel B-2210 | Kaufteil | 152,00 | −112,00 | 04.07 | Einkauf | 45012 | 20 | ||
| Artikel C-0087 | Eigenfert. | 15,00 | −3,00 | 04.07 | Produktion | FA-33210 | 12 | ||
| Artikel D-3315 | Kaufteil | 67,00 | −67,00 | 05.07 | Offen | ||||
| Artikel E-1190 | Baugruppe | 38,00 | −38,00 | 06.07 | Produktion | FA-33198 | 8 | ||
| Artikel F-4402 | Kaufteil | 28,00 | −20,00 | 06.07 | Einkauf | 45033 | 10 | ||
| Artikel G-2098 | Eigenfert. | 14,00 | −10,00 | 07.07 | Produktion | FA-33245 | 3 | ||
| Artikel H-3170 | Kaufteil | 9,00 | −4,00 | 08.07 | Einkauf | 45041 | 5 | ||
| Artikel I-5541 | Baugruppe | 23,00 | −23,00 | 09.07 | Offen |
In der Fertigung entstehen laufend Fehlteile: Positionen, bei denen der Bedarf höher ist als der verfügbare Bestand plus bereits terminierte Zugänge. proALPHA erfasst diese Situation grundsätzlich in den Dispositionsdaten. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch darin, aus hunderten Einzelpositionen schnell die relevanten Fragen zu beantworten:
Ohne eine verdichtete, filterbare Sicht bleibt das eine Excel- oder Listenauswertung, die schnell veraltet und keine Trendaussage erlaubt.
Der Report ist zweistufig aufgebaut: eine Übersichtsseite mit verdichteten Kennzahlen und eine Detailliste, die sich per Klick auf einen Zeitpunkt der Übersicht automatisch auf die passende Teilmenge filtert.
Im Kopf steht die zentrale Kennzahl: die Gesamtzahl aller aktuell offenen Fehlteile als große, hervorgehobene Zahl, der erste Blick beim Öffnen des Reports. Darunter verteilen sich drei Diagramme, die dieselbe Fehlteilmenge aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufschlüsseln:
Darunter folgt ein Zeitverlauf, der zeigt, wie viele Fehlteile zu welchem Termin fällig beziehungsweise benötigt werden. Diese Linie macht Belastungsspitzen sofort sichtbar: Ein steiler Anstieg in einem bestimmten Monat zeigt an, dass sich in diesem Zeitraum eine Vielzahl von Engpässen gleichzeitig bemerkbar machen wird, deutlich bevor sie in der Fertigung tatsächlich zum Problem werden.
Klickt man auf einen Punkt des Zeitverlaufs, etwa den Monat mit der höchsten Fehlteilzahl, filtert der Report automatisch auf genau diese Teilmenge und öffnet eine Positionsliste mit allen relevanten Einzeldaten je Fehlteil: Bedarf, verfügbarer Bestand, die tatsächliche Fehlmenge, der erwartete Liefertermin sowie der Deckungsstatus, farblich codiert, sodass sich gedeckte und ungedeckte Positionen auf einen Blick unterscheiden lassen.
Der Report leitet dabei automatisch ab, wodurch eine Position gedeckt ist: Wird das fehlende Material intern produziert, erscheinen Produktionsauftrags- und Rückmeldenummer in der Zeile. Wird es extern eingekauft, erscheinen stattdessen Einkaufsbeleg- und Positionsnummer. Fehlt beides, bleibt die Position klar als ungedeckt gekennzeichnet, ohne dass jemand die zugehörigen Belege erst manuell heraussuchen muss.
Diese Liste ist bewusst breit und detailliert gehalten: Sie dient nicht der Kennzahlübersicht, sondern der operativen Abarbeitung. Wer im Einkauf oder in der Disposition eine Position bearbeiten will, findet hier alles, was für die nächste Aktion nötig ist, ohne zwischen mehreren Ansichten wechseln zu müssen.