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ANWENDUNGSFALL: PRODUKTION & EINKAUF

Fehlteileüberwachung in Power BI

Von der Kennzahl zum konkreten Handlungsbedarf: Belastungsspitzen erkennen, bevor sie die Fertigung stoppen.

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Fehlteileüberwachung
● live
138
Offene Fehlteile aktuell
Nach Teilegruppe
Baugruppe35% Kaufteil40% Eigenfert.17%
Nach Deckungstyp
Einkauf34% Produktion33% Offen33%
Nach Dispogruppe
Gruppe A32% Gruppe B24% Gruppe C18%
Klick auf einen Monat öffnet automatisch die passende Detailliste
Fehlteile nach Liefertermin
68
MrzAprMaiJunJulAugSep
Positionen automatisch nach Deckungstyp eingefärbt
Positionsliste (Auszug) je Position: Bedarf, Unterdeckung, Termin, Deckungstyp und auslösender Beleg, nach rechts scrollbar
TeilGruppeBedarfUnterdeckungTerminDeckungstypProduktionsauftragRückmeldungEinkaufsbelegPosition
Artikel A-1042Baugruppe54,00−54,0003.07Offen
Artikel B-2210Kaufteil152,00−112,0004.07Einkauf4501220
Artikel C-0087Eigenfert.15,00−3,0004.07ProduktionFA-3321012
Artikel D-3315Kaufteil67,00−67,0005.07Offen
Artikel E-1190Baugruppe38,00−38,0006.07ProduktionFA-331988
Artikel F-4402Kaufteil28,00−20,0006.07Einkauf4503310
Artikel G-2098Eigenfert.14,00−10,0007.07ProduktionFA-332453
Artikel H-3170Kaufteil9,00−4,0008.07Einkauf450415
Artikel I-5541Baugruppe23,00−23,0009.07Offen
138 Fehlteileaktuell offen
Täglich aktuellaus proALPHA
Belastungsspitzenfrüh erkennbar
Einkauf / Produktionauf einen Blick
Nach Dispogruppefilterbar
Klick zur Detailliste1 Report

Ausgangslage

In der Fertigung entstehen laufend Fehlteile: Positionen, bei denen der Bedarf höher ist als der verfügbare Bestand plus bereits terminierte Zugänge. proALPHA erfasst diese Situation grundsätzlich in den Dispositionsdaten. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch darin, aus hunderten Einzelpositionen schnell die relevanten Fragen zu beantworten:

  • Wie viele Fehlteile gibt es aktuell insgesamt, und wie entwickelt sich diese Zahl?
  • Welche Art von Teilen ist betroffen: Kaufteile, Eigenfertigung, Baugruppen?
  • Wann werden die fehlenden Teile voraussichtlich benötigt, und wann sind Engpässe zu erwarten?
  • Welcher Verantwortungsbereich ist jeweils zuständig?
  • Ist für ein fehlendes Teil bereits eine Bestellung oder ein Fertigungsauftrag angestoßen, oder besteht noch gar keine Deckung?

Ohne eine verdichtete, filterbare Sicht bleibt das eine Excel- oder Listenauswertung, die schnell veraltet und keine Trendaussage erlaubt.

Die Lösung

Der Report ist zweistufig aufgebaut: eine Übersichtsseite mit verdichteten Kennzahlen und eine Detailliste, die sich per Klick auf einen Zeitpunkt der Übersicht automatisch auf die passende Teilmenge filtert.

Kennzahlen-Übersicht

Im Kopf steht die zentrale Kennzahl: die Gesamtzahl aller aktuell offenen Fehlteile als große, hervorgehobene Zahl, der erste Blick beim Öffnen des Reports. Darunter verteilen sich drei Diagramme, die dieselbe Fehlteilmenge aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufschlüsseln:

  • Nach Teilegruppe: wie viele Fehlteile Baugruppen, Kaufteile oder Eigenfertigungsteile sind. Das zeigt sofort, ob ein Engpass eher im Zukauf oder in der eigenen Fertigung liegt.
  • Nach Deckungstyp: wie viele Fehlteile durch einen Einkauf, wie viele durch einen Produktionsauftrag gedeckt sind, und wie viele noch ganz offen sind. Das ist die wichtigste Kennzahl für Einkauf und Fertigungssteuerung: offene Fehlteile sind die dringlichsten.
  • Nach Verantwortungsbereich: wie sich die Fehlteile auf die einzelnen Planungsbereiche verteilen. Das macht den Report auch als Lastübersicht für die Disposition nutzbar.

Darunter folgt ein Zeitverlauf, der zeigt, wie viele Fehlteile zu welchem Termin fällig beziehungsweise benötigt werden. Diese Linie macht Belastungsspitzen sofort sichtbar: Ein steiler Anstieg in einem bestimmten Monat zeigt an, dass sich in diesem Zeitraum eine Vielzahl von Engpässen gleichzeitig bemerkbar machen wird, deutlich bevor sie in der Fertigung tatsächlich zum Problem werden.

Detailliste

Klickt man auf einen Punkt des Zeitverlaufs, etwa den Monat mit der höchsten Fehlteilzahl, filtert der Report automatisch auf genau diese Teilmenge und öffnet eine Positionsliste mit allen relevanten Einzeldaten je Fehlteil: Bedarf, verfügbarer Bestand, die tatsächliche Fehlmenge, der erwartete Liefertermin sowie der Deckungsstatus, farblich codiert, sodass sich gedeckte und ungedeckte Positionen auf einen Blick unterscheiden lassen.

Der Report leitet dabei automatisch ab, wodurch eine Position gedeckt ist: Wird das fehlende Material intern produziert, erscheinen Produktionsauftrags- und Rückmeldenummer in der Zeile. Wird es extern eingekauft, erscheinen stattdessen Einkaufsbeleg- und Positionsnummer. Fehlt beides, bleibt die Position klar als ungedeckt gekennzeichnet, ohne dass jemand die zugehörigen Belege erst manuell heraussuchen muss.

Diese Liste ist bewusst breit und detailliert gehalten: Sie dient nicht der Kennzahlübersicht, sondern der operativen Abarbeitung. Wer im Einkauf oder in der Disposition eine Position bearbeiten will, findet hier alles, was für die nächste Aktion nötig ist, ohne zwischen mehreren Ansichten wechseln zu müssen.

Was der Report leistet

  • Gesamtzahl offener Fehlteile als laufend aktualisierte Kennzahl
  • Verteilung nach Kategorie (Teilegruppe, Deckungstyp, Verantwortungsbereich) inklusive Anteil in Prozent
  • Zeitliche Verdichtung der Fehlteile nach Liefertermin, um Belastungsspitzen zu erkennen, bevor sie akut werden
  • Tatsächliche Fehlmenge je Position, abgeleitet aus Bedarf, Bestand und bereits terminierten Zugängen
  • Deckungstyp je Position: Einkauf, Produktion oder offen, inklusive der zugehörigen Beleg- beziehungsweise Rückmeldenummer

Nutzen

  • Frühwarnsystem statt Reaktion: Belastungsspitzen werden sichtbar, bevor sie die Fertigung stoppen.
  • Priorisierung nach Dringlichkeit: Ungedeckte Fehlteile lassen sich direkt herausfiltern und zuerst bearbeiten.
  • Klare Verantwortlichkeiten: Durch die Aufschlüsselung nach Verantwortungsbereich ist sofort erkennbar, welcher Bereich wie stark betroffen ist.
  • Ein Klick von der Kennzahl zur Einzelposition: Die Verbindung zwischen Übersicht und Detailliste erspart das manuelle Filtern in mehreren Auswertungen.

Zielgruppe und Einsatzbereiche

  • Einkauf: Nachverfolgung offener Bestellungen, Priorisierung von Eskalationen
  • Disposition: Übersicht über den eigenen Verantwortungsbereich, Planung von Beschaffungsmaßnahmen
  • Fertigungssteuerung: frühzeitige Kenntnis bevorstehender Materialengpässe
  • Management: aggregierte Fehlteilquote als Frühindikator für Liefertreue und Produktionsrisiken
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