proALPHA-Stammdaten interaktiv nutzbar machen: vom hierarchischen ERP-Stücklistensatz zum durchsuchbaren,
über alle Ebenen kumulierten Power-BI-Report.
Matrix-Ansichtzeigt die Struktur: was steckt in was, und wie oft?
Ebene 0
Ebene 1
Ebene 2
Baugruppe A x 1,00
BSTRohteil-01 x 7,00 Stk
KNorm-102 x 14,00 Stk
Halbzeug-110 x 7,00 Stk
BSTRohteil-02 x 5,00 Stk
KNorm-103 x 10,00 Stk
Halbzeug-111 x 5,00 Stk
KTeil-136 x 1,00 Stk
KTeil-250 x 2,00 Stk
KTeil-401 x 3,00 Stk
KKaufteilBSTBeistellteilohne Tag = Eigenfertigung / Rohmaterial
Mengen werden je Pfad multipliziert & je Teil aufsummiert
Tabellen-Ansicht (flach)dieselben Teile, jetzt aufsummiert: die Gesamtmenge je Artikel
Artikel
Herkunft
Menge kumuliert
ME
BSTRohteil-01
Ebene 1
7,00
Stk
KNorm-102
Ebene 2
98,00
Stk
Halbzeug-110
Ebene 2
49,00
Stk
BSTRohteil-02
Ebene 1
5,00
Stk
KNorm-103
Ebene 2
50,00
Stk
Halbzeug-111
Ebene 2
25,00
Stk
KTeil-136
Ebene 1
1,00
Stk
KTeil-250
Ebene 1
2,00
Stk
KTeil-401
Ebene 1
3,00
Stk
ERP-DatenproALPHA
Automatische Auflösungbis 11 Ebenen tief
Kumulierte Mengeüber alle Ebenen
Kauf-/Beistellteilautomatisch erkannt
Volltextsuche"wo wird X verbaut?"
Matrix & Tabelle2 Sichten, 1 Report
Ausgangslage
In proALPHA werden mehrstufige Stücklisten sorgfältig gepflegt: Baugruppen bestehen aus Unterbaugruppen, Kaufteilen und Beistellteilen, die selbst wieder eigene Stücklisten haben können. In der Praxis entstehen dadurch Strukturen mit bis zu 8 bis 11 Ebenen Tiefe.
proALPHA zeigt diese Struktur Ebene für Ebene: Man klappt eine Baugruppe auf, sieht ihre direkten Bestandteile und muss für die nächste Ebene erneut navigieren. Folgende Fragen sind dadurch mühsam bis praktisch nicht beantwortbar, ohne die Stückliste manuell Ebene für Ebene durchzuklicken:
Wie viel von Teil X wird insgesamt für eine Einheit des Endprodukts benötigt, über alle Ebenen hinweg aufsummiert?
In welchen Baugruppen und auf welchen Ebenen taucht ein bestimmtes Teil überall auf?
Welche Positionen einer Stückliste sind Kaufteile, welche Eigenfertigung, welche vom Kunden beigestellt?
Wie tief ist eine bestimmte Baugruppe tatsächlich strukturiert, und wo liegen die größten Mengenhebel?
Diese Fragen betreffen typischerweise den Einkauf (Bedarfsermittlung, Bestellmengen), die Fertigungssteuerung (Materialbereitstellung), Vertrieb und Kalkulation (Angebotspreise auf Basis der Gesamtstückliste) sowie teilweise die Qualitätssicherung (Rückverfolgbarkeit, wo ein Teil verbaut ist).
Die Lösung
Ein Power-BI-Report übernimmt diese Arbeit automatisch: Er löst die komplette Stücklistenstruktur bis zur untersten Ebene auf und macht sie in zwei ergänzenden Ansichten nutzbar, ohne dass proALPHA selbst dafür angepasst oder ein Zusatzmodul lizenziert werden muss.
Matrix-Ansicht
Die Struktur wird als echte Kreuztabelle dargestellt: eine Spalte je Stücklistenebene, mit verbundenen Zellen, sobald eine Baugruppe mehrere Bestandteile hat. Das entspricht optisch einer aufgeklappten Explosionszeichnung und ist die intuitivste Darstellung, um die Herkunft eines Teils nachzuvollziehen: was steckt in was, und über welchen Zwischenschritt.
Tabellen-Ansicht (flach)
Dieselben Daten, aber ohne Ebenenstruktur: eine Zeile je Artikel mit der über alle Vorkommen aufsummierten Gesamtmenge. Diese Sicht eignet sich für Filterung, Sortierung, Export und die eigentliche Bedarfsfrage: wie viel brauche ich von Teil Y insgesamt.
Beide Sichten stammen aus derselben Datengrundlage: Die Matrix zeigt den Weg dorthin, die Tabelle das Ergebnis.
Was der Report leistet
Kumulierte Menge je Teil: wie viel von einem Teil tatsächlich insgesamt benötigt wird, über alle Ebenen hinweg aufsummiert
Automatische Klassifizierung: jedes Teil wird automatisch als Kaufteil, Beistellteil oder Eigenfertigung gekennzeichnet, ohne manuelle Pflege
Zusammenführung mehrfach verwendeter Teile: taucht ein Teil in mehreren Zweigen der Stückliste auf, wird die Gesamtmenge automatisch zusammengeführt
Volltextsuche: ein Teil lässt sich über sämtliche Ebenen und Baugruppen hinweg auffinden, die Frage "wo wird Teil X verbaut" ist in Sekunden beantwortet
Filterung nach Baugruppe, Warengruppe, Sparte und Dispositionsgruppe, um gezielt Teilbereiche des Produktportfolios zu betrachten
Nutzen gegenüber der proALPHA-Standardauswertung
Selbstbedienung statt Einzelabfrage: Einkauf, Fertigungssteuerung und Vertrieb können selbst filtern, suchen und exportieren, ohne jedes Mal eine neue Auswertung anfordern zu müssen.
Kumulierte statt nur direkte Mengen: proALPHA zeigt standardmäßig nur die Menge je Ebene; die eigentlich entscheidungsrelevante Gesamtmenge über den ganzen Baum hinweg fehlt dort ohne manuelles Nachrechnen.
Transparenz über Materialherkunft: Kauf-, Beistell- und Eigenfertigungsteile sind auf einen Blick unterscheidbar, was direkt in Einkaufs- und Dispositionsentscheidungen einfließt.
Keine Modifikation an proALPHA nötig: Der Report greift nur lesend auf die vorhandenen ERP-Daten zu, es sind weder Anpassungen noch Zusatzlizenzen im ERP-System erforderlich.
Zielgruppe und Einsatzbereiche
Einkauf: Bedarfsermittlung und Bestellmengenplanung auf Basis der tatsächlich kumulierten Mengen
Fertigungssteuerung: Materialbereitstellung und Verfügbarkeitsprüfung über alle Fertigungsstufen
Vertrieb und Angebotskalkulation: Nachvollziehbare Gesamtstückliste als Grundlage für Preisfindung
Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit: Auffinden, in welchen Baugruppen ein bestimmtes Teil überall verbaut ist